Diese etwas provokante Headline können wir nur
so formulieren, wenn man etwas hinter die Kulissen
des Mietwohnungsgeschäftes sieht. So wird die
zweite Miete, die Nebenkostenabrechnung, sehr
häufig erst kurz vor Jahresende dem Mieter zur
Verfügung gestellt. Gerade jetzt, wo die Energiepreise den Geldbeutel extrem strapazieren,
verschenken die Vermieter geradezu das Geld, indem
sie diesen kostenlosen Kredit den Mieter zur Verfügung stellen. Zusätzlich freut sich mancher
Mieter dieses Jahr über
ein besonderes Neujahrsgeschenk: Wie in den
letzten Jahren auch, versäumen nicht gerade
wenige Vermieter fristgerecht eine ordnungsgemäße Nebenkostenabrechnung den Mietern
zu Verfügung zu stellen.
Am 31. Dezember war die
Frist für das Jahr 2009
endgültig abgelaufen und
einige tausend Mieter
können sich wieder
freuen. Heinz-J. Rausch
von der Immobilienverwaltung-Rausch,
Rommerskirchen sieht
mehrere Gründe für
dieses Vermieterverhalten. Erstens sind Vermieter
auch nur Menschen und möchten Konfrontation
vermeiden. Deswegen zögern sie die Erstellung der
Nebenkostenabrechnung so lange heraus, bis es zu
spät ist. Zweitens kennen sie die Mieter viele Jahre
und wissen, dass auch bei ihnen das Geld in der
heutigen Zeit knapp ist und sehen darin auch einen
soziale Aspekt. Drittens und dies ist sehr häufig der
Fall, sind sie unsicher, was sie wirklich weiter be- rechnen können. Und hier liegt das wirkliche
Handikap. Die unterschiedlichen Mietverträge und
die in den letzten Jahren geänderten Gesetzte verunsichern viele Vermieter derart, dass sie lieber auf
ihr Geld verzichten, als sich mit den Mietern bzw.
mit den Mietervereinen auseinander setzten zu
müssen. Dabei kann das Leben als Hauseigentümer
doch auch stressfrei sein. Genauso wie man das
Wertpapierdepot der Hausbank anvertraut und nicht
jeden Tag nach dem Aktienstand sieht, legt der
Hausbesitzer das komplette Gebäudemanagement
in die Hände einer seriösen Immobilienverwaltung.
Mieteingänge überwachen, eine ordentliche, nach
kaufmännischen Richtlinien geführte Buchhaltung,
Mahnwesen, regelmäßige Objektbesichtigung und
vieles mehr was zu einer Verwaltung gehört, wird
dann von Profis übernommen. Selbstverständlich
auch eine zeitnahe Nebenkostenabrechnung sowie
dieangemessene Erhöhung der Vorauszahlungen.
Auch um den anstehende "Energiepass", welcher
im nächsten Jahr eingeführt wird, kümmert sich der
Immobilienverwalter. Gerade dieser Energiepass ist
eine wichtige Neuerung für den neuen bzw. alten
Mieter. Kann er doch genau sehen, in welcher
Kategorie seine Wohnung sich befindet. Wie beim
Kauf einer Waschmaschine oder Kühlschrankes,
hat er den Überblick wie hoch der Energieverbrauch seines neuen Domizils ist. Wohnungen
werden vergleichbarer. Die Nebenkosten sind
vorausschaubar und damit für den Mieter kalkulierbarer. Vermieter werden es leichter haben, Wohnungen zu vermieten, die verhältnismäßig wenig
Energie benötigen. Investitionen in die Wärmedämmung und in den Umweltschutz werden auf
dem Energiepass sichtbar und sind nicht nur warme
Worte. Und als Mieter lebt es sich auch besser in
einer mollig warmen Wohnung ohne schlechtes
Gewissen als Energieverschwender geoutet zu
werden.
www.immo-rausch.de